AspellDirectory NÖVSV Niederösterreichischen Versehrtensportverband: Vevera holt Bronze beim Chaos-Turnier in Rotterdam
   
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Rollstuhltischtennis: Vevera holt Bronze, Mader schied im Viertelfinale aus



Vevera, Ruep, Coach Haider, Spieler Daniel Habesohn, ÖTTV Sportdirektor Hans Friedinger


Doris Mader in Action


Mit einer gewissen Vorfreude flog das Österreichische Behinderten Tischtennisteam ua. auch die beiden NÖ-Rollstuhltischtennisspieler des BSV Weißer Hof Andreas Vevera und Doris Mader und die Betreuer Johann Knoll, Thomas Haider und Clemens Gal zu den Rotterdam Open 2011. So zählte dieses Turnier nicht nur zur Qualifikation für die Paralympics 2012, sondern wurde zeitgleich mit der dort stattfindenden WM unserer TT-Profis in denselben Hallen ausgetragen. Jedoch am Flughafen in Amsterdam gab es den ersten Vorgeschmack, was auf die Tischtennis-Cracks in den nächsten Tagen noch zukommen würde. So gab es keinen Transport von Amsterdam nach Rotterdam, nach längeren Diskussionen wurden sie dann in die Ahoy-Wettkampfhalle gebracht um die nötige Akkreditierungen zu bekommen. Dort mussten alle Sportler im Bus warten. Nur die Coaches durften aussteigen um die Ausweise und Startnummern zu besorgen und obwohl nach 1 Stunde alles erledigt war, mussten alle 2 weitere Stunden ohne einen ersichtlichen Grund warten, bis der Bus unsere Athleten ins Hotel brachte. „Die Anreise war eine Frechheit, wir waren mehr 5 Stunden im Bus ohne Essen, Trinken, etc. eingesperrt. Ich war 12 Stunden von zu Hause bis ins Hotel in Rotterdam unterwegs – mit dem Flugzeug aber! Die Zimmer dort waren nicht rollstuhlgerecht, so konnten wir uns erst Tage später nach großen Umbauarbeiten Duschen, zudem wurden aus Kostenersparnis die Zimmer 4 Tage nicht gereinigt, der Bustransport in die Halle ging nur um 7 und um 9 Uhr und erst spät am Abend wieder zurück, obwohl einige erst um 15 Uhr spielen mussten. Ständig haben sich die Busfahrer verfahren und bei Bremsungen sogar Rollstuhlfahrer im Bus umgeschmissen. Wir konnten uns kaum auf unsere Gegner vorbereiten, weil Team- und Einzelbewerb gleichzeitig gestartet wurden! Für Essen, Erholung etc blieb keine Zeit! Irre!“, meinte Andreas Vevera bei seinem 48. Internationalen Antreten.

Sichtlich angeschlagen von den Strapazen, kämpfen Doris und Andi tapfer und konnten am Ende doch Jubeln. So konnte sich Andreas Vevera, trotz einer Vorrundenniederlage gegen Paul Davies aus England und einem Sieg gegen den Vize-Olympiasieger 2008 Cho J.K. aus Korea, bis ins Halbfinale der Behinderungsklasse 1 spielen, wo er gegen den späteren französischen Sieger Jean.-F. Ducay (Nr. 2 der Weltrangliste) verlor. Im Spiel um Platz 3 gab es erneut das Duell gegen Paul Davies. Hier zeigte jedoch Andreas Vevera seine Klasse und konnte sich am Ende nach einem 3:1 über eine Bronzemedaille doch noch freuen.

Im Teambewerb der Klasse 2, wo Andi mit seinem Oberösterreichischen Teampartner Hans Ruep spielte, wurde es nach starken Leistungen und Siegen gegen die Paarungen China/Island, Frankreich II und Brasilien wieder nur der undankbare 4. Platz. „Da waren einige geile Partien dabei. Aber vor allem möchte ich mich bei den Österreichischen Fans und Schiedsrichtern bedanken, die uns zugeschaut haben. Auch die Anfeuerungen von Konsulent und ÖTTV Sportdirektor Hans Friedinger, Daniel Habesohn und Toni Pleva haben mich dermaßen motiviert, dass ich nicht nur die Bronzemedaille retten konnte, sondern auch Sätze mit 4:10 Rückstand umgedreht habe. Ihnen gilt ein großer Dank!“, so die derzeitige Nr. 1 der Weltrangliste Andreas Vevera.

Auch die Sportlerin des Jahres 2010 in Klosterneuburg Doris Mader zeigt groß auf. So konnte sie nicht nur viele Siege und Punkte für die Weltrangliste sammeln, sondern brachte auch die Weltspitze zum Schwitzen. Trotz einer 5 Satzniederlage gegen die Slowenin und Nr. 3 der Weltrangliste Mateja Pintar, schaffte Doris Mader den Aufstieg ins Achtelfinale in der Behinderungsklasse 3. Im Viertelfinale schied sie leider nach einer guten Leistung gegen die spätere Siegerin Anna Carin Ahlquist (Nr. 2 der Weltrangliste) aus Schweden aus.

Mit ihrer holländischen Teampartnerin Jolanda Paardekam, sie beendete in Rotterdam ihre Karriere, war ein Aufstieg ins Viertelfinale nicht möglich. „Ich habe sehr gut gespielt. Die beiden 5 Satzniederlagen gegen Mateja Pintar ärgern mich etwas. Auch, dass ich immer gegen die spätere Siegerin ausscheide nervt schon etwas. Aber im Teambewerb habe ich nur 1 Spiel verloren und konnte ua. die Nr. 6 und Nr. 7 der Weltrangliste besiegen. Und wenn die Teampartnerin kein Match gewinnt, ist leider nicht mehr drinnen. Auch wenn es hier mit all diesen Umständen nicht einfach war, so konnte ich viele Punkte sammeln und hoffentlich in der Weltrangliste weiter nach vorne rücken!“, resümierte die derzeitige Nr. 12 der Weltrangliste Doris Mader.

„Die Rotterdam Open waren heuer ein großes Ziel für mich. Hier bei der WM ein Turnier zu gewinnen wäre ein Highlight gewesen. Aber bei diesem Chaos war nicht mehr möglich. Ich konnte mich aber mit den TT-Profis austauschen und sogar am Nebentisch von Vladimir Samsonov einspielen. Wahnsinn was die Profis draufhaben. Es freute mich auch sehr, dass uns ua. auch Hans Friedinger, Daniel Habeson und Toni Pleva zugeschaut und zu einigen Siegen angefeuert haben. Dieses Turnier wird mir ewig in Erinnerung bleiben, Positiv, aber auch Negativ!“, so der glückliche Heimkehrer Andi Vevera.




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