AspellDirectory NÖVSV Niederösterreichischen Versehrtensportverband: Trotz Virus, Vevera & Mader spielten sensationell
   
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Rollstuhltischtennis: Vevera 2. Platz im Einzel und 4. Platz im Team, Mader 4. Platz im Team



Mader, Vevera


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Die beiden Niederösterreichischen Rollstuhltischtennisasse Andreas Vevera und Doris Mader (beide BSV Weißer Hof/Klosterneuburg) starteten ihre Internationale Saison mit den Italien Open in Lignano. Nach guten Trainingsleistungen und erfolgreichen Nationalen Turnieren, konnten die beiden es kaum erwarten sich mit der starken Konkurrenz aus der ganzen Welt zu messen. Jedoch sollte dieses Vorhaben schon vor Beginn des Turniers getrübt werden. Ein Magen/Darmvirus dazu verbunden Schmerzen machten Andi und Doris so zu schaffen, dass ein Antreten fast unmöglich machte.

Andreas Vevera, der seit 1360 Tagen die Nr. 1 der Weltrangliste ist, nahm die ganz Kraft zusammen und konnte seine Vorrundengruppe knapp gewinnen. Und da der Franzose Ducay J.F. (Nr. 2 der Weltrangliste und Vize-Weltmeister 2010) in der Vorrunde patzte, gab es schon im Viertelfinale das Match Nr. 1 gegen Nr. 2 der Weltrangliste. „Nach 2 schlimmen Nächten, wo ich schon der Notarzt rufen wollte, kam der erneut der Dämpfer, dass ich schon im Viertelfinale gegen Ducay spielen muss. Nach 4 (immer knappen) Niederlagen in Folge, wusste ich auch seit Wochen, dass ich bei einer Niederlage die Weltranglistenführung nach 1360 Tagen an ihn verlieren würde“, meinte der WM 2010 in Südkorea Dritte Andreas Vevera.

Trotz der körperlichen, nervlichen Belastung und einem 0:1 Satzrückstand konnte er sensationell gegen den Franzosen mit 3:1 gewinnen. Und wenige Stunden später gewann er auch noch im Halbfinale gegen den Vize-Olympiasieger 2008 Cho J.K. aus Korea mit 3:1, gegen den er seit dem Olympiasieg 2008 in Peking nicht mehr gespielt hatte. Auch im Finale bot Andreas Vevera gegen den Weltmeister 2010 Nikelis Holger aus Deutschland eine starke Leistung. Beim Stand vom 2:2 in Sätzen und 6:6 im entscheidenden Satz gingen das Glück und die Kraft leider verloren und musste sich mit dem 2. Platz bei den Italien Open begnügen. „Ich bin mit dem 2. Platz sehr glücklich, hätte auch die Weltranglistenführung verlieren können. Die Spiele gegen Vize-Weltmeister, Vize-Olympiasieger und Weltmeister waren sensationell. Ein großer Dank gehört auch den Fußballern von TUS Göbming, die mich lautstark angefeuert haben, ohne sie hätte ich sicher nicht mehr am Ende und bei den entscheidenden Bällen zusetzen können“, so der strahlende Niederösterreicher.

Schlimmer erging es Doris Mader. Nach einer durchwachsenden Saison 2010, wollte sie die neue Saison erfolgreicher absolvieren und sich für die Paralympics 2012 in London qualifizieren. Leider konnte sie wegen einem Magen/Darmvirus im Einzelbewerb bei den Italien Open (im Gegensatz zu Vevera) nicht antreten. Im Teambewerb jedoch versuchte sie es und gewann trotz Übel- und Müdigkeit mit ihrer Partnerin Paardekam Jolanda (NED) überraschend alle Vorrundenspiele und das Viertelfinale. Im Halbfinale verloren sie gegen Korea und im Spiel um Platz 3 konnten das Österreich/Holländische Duo nicht nochmals gegen England gewinnen. „Ich bin nach den Trainingsleistungen mit großen Erwartungen nach Italien gefahren, leider musste ich fast 3 Tage im Bett verbringen. Ich freue mich aber riesig über die Art und Weise wie ich hier gespielt habe. Ich konnte alle Einzelspiele im Teambewerb gewinnen. Leider hatte meine Teamkollegin keinen guten Tag erwischt“, so das Resümee von der glücklichen Doris Mader.

Auch Vevera spielte mit Teambewerb mit seinem Oberösterreichischen Teampartner Ruep Hans (2. Platz im Einzelbewerb Klasse 2) ein tolles Turnier. Nach Siegen gegen Irland, Slowakei 2 und das starke Team Frankreich 2, wartete im Halbfinale das Team aus Korea 1. Hier mussten sich beide leider sehr knapp geschlagen geben. Im Spiel um Platz 3 mussten sie sich auch dem Team Korea 2 geschlagen geben. „Wir haben ein tolles Turnier gespielt. Das Halbfinale hat viel Kraft gekostet und um den 3. Platz zu holen, konnten wir leider nicht mehr zusetzen“, so die 4. platzieren, aber glücklichen Vevera und Ruep.

Johann Knoll, Cheftrainer der Rollstuhltischtennisgruppe, war mit den Leistungen seiner Schützlinge mehr als zufrieden. „Doris und Andi haben trotz Krankheit sensationell gespielt. Bei etwas mehr Glück, weniger Verletzungen und Krankheiten wäre im ganzen Team mehr möglich gewesen. Ich freue mich auf die nächsten Turniere, wo wir wieder um jeden Punkt kämpfen werden“, so der Nationaltrainer Johann Knoll.




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