AspellDirectory NÖVSV Niederösterreichischen Versehrtensportverband: Edelmetall für | NÖVSV Sportler!!!!
   
NÖ VSV
NÖ VSV
NÖ VSV
NÖ VSV
NÖ VSV
NÖ VSV



Doch bisher leider eine zwiespaltige Bilanz der Paralympics 2008...





Wie Sie aus den Medien, vor allem aus den deutschen, erfahren konnten, setzt diese Paralympic 08 in Peking völlig neue Maßstäbe!

Der von uns bereits seit Jahren angekündigte Profisport hat sich nun auch im Bereich der Versehrten bzw. Körperbehinderten durchgesetzt.

Bei diesen Spielen Medaillen zu erringen ist um vieles schwerer als noch vor 4 Jahren in Athen.

Unsere 8 NÖ-Athleten haben es trotzdem geschafft zu überraschen. Nach einer ca 1-wöchigen Akklimatisierungsphase (Trainings und Besichtigung der Wettkampfstätten) ging es nach einer pompösen Eröffnungsfeier gleich am nächsten Tag los.

Andreas Vevera bestritt sein erstes Tischtennis-Match gegen den Koreaner CHO Jae-Kwan.

Dieses erste Gruppenspiel verlor er gleich, trotz hartem Kampf, 3:2 . Ab diesem Zeitpunkt wurden wir, die die Spiele von zu Hause aus verfolgen, bereits nervös. Die Nummer 1 der Weltrangliste verliert gleich sein 1. Match.

Weiter ging es im Radsport. Wolfgang Eibeck und Erich Stauffer erzielten auf der Bahn 4.000m Verfolgung Platzierungen, die wir nicht erwarteten (im negativen Sinn). Über 4.000m Verfolgung wurde Eibeck 8.

Doris Mader und Andreas Vevera hingegen gaben Vollgas und gewannen ihre Gruppenspiele in beeindruckender Art und Weise.

Der nächste Bahnbewerb für unsere Radfahrer trübte jedoch wieder unsere Stimmung.

Zitat per SMS von Wolfgang Eibeck: „Keine Ahnung woran es liegt.“

Stauffer und Eibeck erzielten über 1000m Zeitfahren die Plätze 18. und 5 ( Eibeck nur 0,05 sec hinter Bronze )

Unsere beiden Tischtennisspieler hingegen siegten weiter.

Andreas Vevera schaffte den Einzug ins Halbfinale, wo er auf seinen Angstgegner, ebenfalls Koreaner, LEE Hae Kon traf. Doris Mader verpasste, aufgrund von Lospech, denselbigen Einzug. Nach 2 glatt gewonnen Partien ( 3:0 gegen Bertrand FRA und 3:1 gegen Cudia ITA ) verlor sie gegen die amtierende Olympiasiegerin Pintar SLO und spätere Bronzemedaillengewinnerin in Peking, hart umkämpft, mit 3:2 in Sätzen. Sie wurde im Endeffekt hervorragende 5.

Alle restlichen österreichischen Tischtennisspieler waren zu diesem Zeitpunkt bereits frühzeitig ausgeschieden.
Eine überaus positive Überraschung war der erst vor kurzem 16 Jahre alt gewordene Andreas Onea. Unser armamputiertes Nachwuchstalent über 100m Brust erreichte in einer fabelhaften Zeit das Finale, welches er in einer neuen persönlichen Bestleistung (1,17.71 min.) mit dem hervorragenden 6. Platz beendete. 2012 zählt dieser Bursche hundertprozentig zu den Medaillenanwärtern.

Michael Linhart derweilen startete erstmals im „Vogelnest“. Der eigentliche 400m Spezialist lief die 100m nur als Vorbereitung. Hoch motiviert jedoch schaffte er im Vorlauf der Unterschenkelamputierten eine Zeit von 12,11 sec. und egalisierte somit den Österr. Rekord. Wie viel diese Zeit heute international Wert ist bestätigt seine Platzierung, Rang 9.

Dann noch die Hiobsbotschaft: Linhart verletzt! Blog von Linhart: www.michaelinhart.atWir wünschen dem frischgebackenen Europarecord Halter ( inof. ) alles Gute!

Andreas Vevera hingegen bezwang seinen Angstgegner aus Korea im Halbfinale mit 3:1

Wahnsinn: Niederösterreich hatte eine Medaille fix!

Im Tischtennis-verrückten China trifft er im Finale auf genau denjenigen, der ihn im 1. Match noch schlug. Mit einer Coolness, die seinesgleichen sucht, putzte er den Koreaner in 3:0 Sätzen, jedoch hart erkämpft, von der Platte und gewann erstmals seit 16 Jahren Gold im Einzel der Rollstuhltischtennisspieler ( letzter Goldmedaillengewinner: der Niederösterreicher Rudolf Hajek 1992 in Barcelona).

An den Bildern können Sie erkennen welch Rummel nun um Andreas Vevera herrschte. China hat einen neuen Publikumsliebling.

In der Zwischenzeit waren auch die Segler mit Teamchef Sven Reiger am Start, welche eher durchwachsene Wettfahrten ablieferten!

Vom Erfolg von Andi Vevera angesteckt war der „Tiger“ im Zeitfahrweltmeister auf der Straße, Wolfgang Eibeck, wieder geweckt. Wie an den Fotos erkennbar beißt sich unser Paradeathlet über den 24,8km Rundkurs zur Silbermedaille im Straßeneinzelzeitfahren. Läppische 10 sec. trennten ihn von Gold und machten ihn zur Legende im Behindertensport. 5 Paralympicteilnahmen und keine ohne Edelmetall

Silber glänzte somit mehr als so manche Goldmedaille.

Der Medaillenspiegel der Österr. Mannschaft ( 38 Athleten) spricht bis zu diesem Datum Bände. 4 Medaillen, davon 2 für NÖ.

Im Straßenrennen hoch motiviert verfolgte Eibeck das Pech jedoch weiter. Der erste Tag an dem er sich Zitat Eibeck: “richtig wohl fühlte“, nahm ein trauriges Ende. Ständig in Führung liegend wurde er durch einen Sturz unmittelbar vor ihm gebremst und einige Rennfahrer konnten sich aus dem Tumult befreien, rissen eine Lücke die Eibeck nicht mehr schließen konnte. Er musste sich mit Platz 7 begnügen. Helmut Winterleitner sowie Erich Stauffer erreichten ebenfalls noch tolle Platzierungen ( Platz 5 und 13 ), jedoch reichte es nicht, wie für so viele österr. Teamkollegen, zu einer Medaille.

Andreas Vevera hingegen ist im Moment noch im Teambewerb und kämpft morgen mit seinem Teamkollegen aus Oberösterreich um Bronze.

Michael Linhart wird hoffentlich noch fit um am …… über 400m an den Start zu gehen.

Die Segler beendeten mit der letzten Wettfahrt (Rang 4) und damit dem besten Ergebnis den Wettbewerb als 13.

Wir wünschen unseren Sportlern Vevera und Linhart noch alles Gute für die anstehenden Bewerbe – vielleicht gibt`s ja doch noch eine Medaille. Wenn nicht waren diese Spiele in Anbetracht der Umstände, die in einem eigenen Rückblick auf unserer Homepage noch detailiert beschrieben werden, eine mehr als erfolgreiche Paralympic.

In der Fotogalerie (Fotos von Franz Baldauf) - In kürze Online - können Sie einige Eindrücke dieser fantastischen Spiele gewinnen.

Nur soviel zum Abschluss: Wenn Österreich nicht bald reagiert und auch wir nicht bald gegenlenken sind wir aufgrund der internationalen Entwicklung im Behindertensport mit Sicherheit mit unseren Amateuren gegen die Halb- bzw. Vollprofis anderer Nationen nicht mehr konkurrenzfähig.

Andreas Vevera Goldmedaillengewinner im Einzel der Klasse 1 mit einem 40 Stunden Job als Sekretär an einer Wiener Schule sowie ein vollbeschäftigter Postbeamter Wolfgang Eibeck mit Weltmeisterstatus sind herausragende Einzelbeispiele!




<- Back to: NÖVSV
NÖ VSV
SPRACHAUSWAHL
NÖ VSV
NÖ VSV NÖ VSV
Meine Etiketten